Kopftuch islamischer Frauen, Zwangsehe

Kopftuch muslimischer Frauen , ein vielschichtiges Problem

1.Bis zu der islamischen “Revolution“ im Iran war es in Europa bei den muslimischen Frauen nicht üblich, Kopftuch zu tragen. Somit handelt es sich nicht um ein religiöses Gebot, sondern um ein Zeichen des politischen Islam, der dem Abendland feindlich gesinnt ist.

2. Die Gesellschafts-und Menschenbilder des Westlichen Kulturkreises auf der einen Seite und des Islamischen Kulturkreises auf der anderen Seite sind nicht nur unterschiedlich, sondern darüber hinaus entgegengesetzt. Dies gilt auch für die Stellung der Frau in der Gesellschaft und speziell für die Gleichberechtigung der Geschlechter. All dies stützt sich auf westlich-liberale Werte und Gesetze als Ergebnis der Europäischen Aufklärung, durch die das Mittelalter ein für allemal beendet worden ist. Daher natürlich sind wir nicht bereit, ins Mittelalter zurück zu fallen.

3. Das Kopftuchtragen ist dem Wesen nach ein Symbol der Unterdrückung , aber mindestens der sozialen Minderstellung der Frau, ein Ausdruck der Selbstisolierung, der fehlenden Individualität (unbekannt in der islamischen Tradition) und stellt in der Endkonsequenz objektiv eine Verletzung der Menschenrechte und zwar konkret der Würde, der Willensautonomie und der Entscheidungsfreiheit der betreffenden Frauen dar. Dass sie in der Mehrheit angeblich das Kopftuch freiwillig tragen, ist eine orientalische Chimäre. Es gibt allerdings auch einzelne Fälle des Kopftuchtragens als Modeerscheinung.

4.Die individuellen Menschenrechte und Grundfreiheiten sind gemäß den entsprechenden internationalen Menschenrechts-Konvenventionen nicht absolut. Damit ist gemeint die
Gewissens-und Religionsfreit, die von vielen Muslimen sehr extensiv in dem Sinne interpretiert wird, dass sogar die Teilnahme der Mädchen am Sportunterricht oder an gemeinsamen Schulasflügen von ihren Eltern nicht erlaubt wird oder das Tragen von Burga oder Nikab als Freiheits- und Menschenrechtsververwirklichung betrachtet wird.

5. Nach dem Differenzierungsgrundsatz sollte es zu einem partiellen Verbot des Kopftuchtragens kommen (z.B. in der Schule , bei den Gerichten und in der öffentlichen Vewaltung )
Wiener Zeitung (19.10.18)