Nah-Ost, Methodologische Aspekte

Es gibt ohne Zweifel  ein Problem der Methodologie : Annäherung an ein Thema (Auseinandersetzung mit einem anderen Kommentator)

Diesbezüglich gilt die “Allgemeine Methodologie der wissenschaftlichen Grundlagen- und Perspektivforschung” mit ihren Grundsätzen.

Ich werde versuchen, unter Berufung auf Aristoteles, Demokritos und Parmenides das eigentliche Wesen dieser Methodologie knapp zu formulieren :

a) Genaues Betrachten der Phänomene in der Natur und in der Gesellschaf (Beginn der Soziologie).

b) Studieren, was andere bisher darüber geschrieben haben. (Aristoteles: Schon die Alten Ägypter sagten, daß es in der Gesellschaft Klassen und Schichten gib).

c) Auf der Grundlage der Gesetze der Logik die richtigen Schlußfolgerungen daraus ziehen.

All dies setzt allerdings ein Minimum an Neutralität des Betrachters voraus, weil die einseitige Parteinahme zwangsläufig zu einer Sicht-Verengung, zur verzerten Widerspiegelung der Realität und schließlich zu falschen Schlußfolgerungen führt.

Ist nun der Betrachter ein Regierungsberater, dann hat eine verzerrte Widerspiegelung der objektiven Realität katastrophale Folgen, wie z.B. in der Außenpolitik der USA unter Busch jn., als die Vertreter der political sciences und insbesondee der Theory of international relations die träumerische Auffassung vertreten haben, daß es durchaus möglich wäre, den islamischen Völkern die Demokratie beizubringen, obwohl es klar sein dürfte, dass islamischer Kulturkreis und Demokratie eine contradictio in i( Widerspuch in sich ) dastellen.

Veröffentlicht in : Der Tagesspiegel (9.8.14), (elektronische Ausgabe).

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