Europäische Union und Italien , EU-Regeln. Mediterrane Völker

Italien und Europäische Union

Der Terminus „Regeln“ bedeutet im Grunde Normen, die im Rahmen der EU auf der Basis der Interessenkoordinierung und der Willensübereinstimmung der Mitgliedstaaten gemeinsam geschaffen worden sind. Es handelt sich nicht um irgendwelche fremde, sondern um ihre eigenen Regeln .

Historisch gesehen, bereits nach dem Westfälischen Frieden (17.Jh.) und spätestens seit der Schaffung der UN-Charta und speziell seit der Wiener Vertragsrechtskonvention von 1969 gilt der Rechtsgrundsatz pacta sunt servanda (Verträge sind einzuhalten).

Hier geht es jedoch in erster Linie um eine europäische Tradition , die den Ländern Süd-, Süd-Ost- und Osteuropas nicht unbedingt geläufig ist.

Deswegen ist es unbedingt erforderlich, auch die Traditionen, genau die sich darauf beruhenden Mentalitäten in Kenntnis zu nehmen. Organe der EU haben sich des öfteren veranlasst gesehen, manches Land auf dem Balkan mit Vehemenz auf diesen Grundsatz immerhin einer der sieben Grundprinzipien der UN-Charta und desVölkerrechts und zugleich die Hauptbasis des Internationalen Vertragsrechts aufmerksam zu machen.

Sollten vorhandene Normen nicht der dynamischen Realität entsprechen, dann können die EU-Staaten hierüber verhandeln und gemeinsam sie an die neuen Realitäten anpassen. Einseitige Maßnahmen stellen jedoch eine schwerwiegende Verletzung der Regeln dar und vermögen Chaos innerhalb der EU zu verursachen. Dies entspräche möglicherweise den Absichten einiger verantwortungsloser populistisch orientierter Politiker, jedoch nicht den legitimen Interessen der Mehrheit der EU-Mitglieder.
Italien wird sich genauso wie Griechenland den gemeinsamen Regeln beugen müssen. Die ZEIT (26.10.18)

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Italien-EU

Mit wachsender Beunruhigung beobachte ich den für die EE gefährlichen Surrealismus einiger italienischer populistischer Politiker, deren öffentlichen Erklärungen extrem voluntaristisch sind und keinesfalls die europäische Realität , sondern irgendwelche Hirngespinste widerspiegeln und außerdem die gemeinsamen gesamteuropäischen Interessen völlig außer acht lassen. Kurzum : Emotio vor Ratio und nationalegoistisch.
Die Zeit (20.10.18)

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Mediterrane Völker

In den vergangenen Jahrzehnten hatte ich Grund, mich etwas genauer mit der Mentalität (Grundverhaltensmuster) der mediterranen Völker zu befassen (ich kome aus dieser Ecke) . Die Mentalität stellt wahrhaftig den Schlüssel dar, um in das punctum quaestionis dieser Völker besser eindringen zu können. Es wird sicherlich nicht möglich sein, hier diese polydimensionale Frage ausführlich zu behandeln. Die entscheidende Kenntnis als Prämisse besteht darin, dass die Mentalität von dem Klima,von der Geschichte und von der Tradition beeinflusst wird.
Folgend sollen aus gegebenem Anlaß nur bestimmte Charakteristika genannt werden :
1. Gestörtes Verhältnis zur Arbeit .2. Starke Neigung zur Anarchie und zum Chaotischen. 3. Übersteigertes Selbstbewußtsein. .4. Verwechslung der Wunschträume mit der Realität. 5. Neigung zur Irrationalität. 6. Fehlen des Selbsterkenntnis. 7. Starke Neigung zu Verschwörungstheorien. 8.Totales Fehlen der Selbstkritik. 9. Unzureichend entwickeltes Verantwortungsbewußtsein.10. Für die eigenen Fehler andere verantwortlich machen (Schuld an allem sei die EU). 11. Fehlen des gesamtgessellschaftlichen Bewusstseins etc. Natürlich gibt es auch positive Ausnahmen.

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