Populismus

Populismus nach der Politologie (Politische Wissenschaft) und der Soziologie

Der Populismus stellt eine negative Politik dar, die im starken Bestreben, die Zustimmung des Volkes zu erlangen,  ihm nach dem Munde redet. Zugleich wird an die Emotionen und Instinkte appelliert. Es werden einfache Lösungen für komplexe und komplizierte Probleme verbal propagiert, ohne konkret zu werden. Zum Populismus gehört auch die Taktik, vor den Wahlen viele Versprechen zu machen, obwohl im Voraus klar ist, dass sie niemals realisiert werden können. Es gibt prinzipiell zwei unterschiedliche Erscheinungsformen des Populismus :

a) Rechtspopulismus : Im Mittelpunkt stehen Ängste der Menschen z.B. vor angenommener Überfremdung durch die Flüchtlinge, der Zorn der Bürger für zu hohe Steuern.

b) Linkspopulismus, sehr verbreitet in Lateinamerika :  Kampf gegen die Korruption, Erhöhung der Sozialleistungen für die ärmeren Bevölkerungsschichten und  Kampf gegen den Liberalismus in der Wirtschaft.

Der Populismus ist auch als eine Methode zu verstehen , die Volksmassen zu mobilisieren in erster Linie durch die Verwendung bestimmter Signalbegriffe wie z.B. „einfache Leute“ (Trump) gegen den „bürokratischen Apparat“, „verständliche“  Sprache, „die da oben“, „Gefährdung der Identität des Volkes“,“Überfremdung“, „das Boot ist voll“,  „Einwanderung in soziale Systeme“ etc.

Literatur (nicht Wikipedia, sondern wissenschaftliche)

- Bohlen D./ F. Grotz (Hrsg.) Kleines Lexikon der Politik, 2015.
-R. Melzer, Β. Küpper (Autoren), Wut, Verachtung, Abwertung : Rechtspopulismus in Deutschland, 2015.
- Müller J-W., Was ist Populismus? – Ein Essay , 2016.
- Priester K., Populismus : Historische und aktuelle Erscheinungsformen, 2007.
-Priester K. , Rechter und linker Populismus : Annäherung an ein Chamäleon, 2012.
- Stegemann B., Das Gespenst des Populismus : Ein Essay zur politischen Dramaturgie, 2017.

Frankfurter Allgemeine Zeitung Facebook (8.4.19)

 

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