Trumpologie, Trumpismus

Trumpologie, Trumpismus

Es mag sein, dass Trump bald nicht mehr US-Präsident sei wird, aber der Trumpismus wird schon die gespaltene amerikanische Nation weiterhin  beeinflussen. Über Trump sind bereits einig Bücher  geschrieben worden. Auch die Presse hat sich  ziemlich intensiv mit ihm befasst.  Es  gibt ferner Grund zu der Annahme, dass über  Trump und den Trumpismus psychologische, soziologische und politologische Diplom- und Doktorarbeiten entstehen  werden.

Folgend wird der Versuch unternommen,  im Rahmen der Trumpologie als  Theorie über den Trumpismus einige Überlegungen anzustellen. Dabei werden  in Frage kommende Grundsätze der Allgemeinen Methodologie der wissenschaftlichen Forschung angewandt. a) Komplexität: Der Trumpismus stellt ein komplexes und polydimensionales Phänomen dar, bei dem in erster Linie die psychologischen, die soziologischen, die rechtlichen, die politologischen, die völkerrechtlichen  und de internationalpolitischen Aspekte besondere Aufmeksamkeit verdienen. b) Globalität , d.h, intenationale  Konsequenzen der verschiedenen Realisierungsformen desTrumpismus. c) Analyse des Trumpismus , d.h. Zergliederung  in die einzelnen Elemente  zwecks Erlangung des notwendigen Überblicks und der genauen Untersuchung. d) Synthese , d.h. Zusammenführung der einzelnen Bestandteile in das einheitliche Phänomen des Trumpismus,  wodurch dieses eine hohe Kraft  erlangt. e) Systemchaakter des Trumpismus, d.h. Untersuchung unter dem Blickwinkel auch der Systemtheorie. Hierbei geht es um die wechselseitigen Beziehungen aller Elemente, aus denen sich der Trumpismus  zusammen setzt. Hierdurch  entwickelt sich der Trumpismus zu einem lebendigen und sehr dynamischen Organismus mit hoher Sprengkraft.

Im Einzelnen stehen die folgenden Gegenstände  im Mittelpunkt der Untersuchung :

1.Psychologische Elemente, bei denen es sich hauptsächlich  um die Persönlichkeitsstruktur Trumps handelt ,wie z.B. Pljumpheit, Grobheit, Verrohung, Bockigkeit, Starsinn, Impulshaftigkeit, Clownerie, Amoralität, Hemmungslosigkeit, Erbärmlichkeit, Erscheinungen von Paranoia, Oberflächlichkeit, fehlende Selbstachtung, Würdelosigkeit, Aggressivität, Niedertracht, Lächerlichkeit, Absurdität, Infantilität, Kulturlosigkeit, Goßmäuligkeit, Konfrontation, fehlende Fähigkeit, in Zusammenhängen zu denken, fehlende Empathie, Niveaulosigkeit, Einfältigkeit, Narzissmus, Egomanie und Primitivität.

2. Eher soziologische Elemente: Rücksichtslosigkeit, Bosheit, Skrupellosigkeit, Respektlosigkeit, Beleidigungen, Pöbeleien,  Kritikfeindlichkeit, und  Wissenschaftlerfeindlichkeit.

3. Politologische Elemente: primitiver Nationalpopulismus, kein Gesellschaftsbewusstsein, kein Gemeinwohl-Gedanke, kein Demokratiebewusstsein, kein Rechtsbewusstsein, kein Steuerbewusstsein, kein Umweltbewusstsein, Regelbrüche.

4. Internationalrechtliche Elemente: gezielte und systematische Zerstörung der internationalen Rechtsordnung (Völkerrecht, Internationales Wirtschaftsrecht, Internationales Finanzrecht) und insbesondere Verletzung der Völkerrechtsprinzipien der souveränen Gleichheit der Staaten, des Verbots der Einmischung in die inneren Angelegenheiten anderer Staaten und der Friedlichen internationalen Zusammenarbeit durch Handelskriege, massive Nötigung und zahlreiche Sanktionen auch gegenüber „befreundeten“ Staaten.

5. Elemente aus Sicht der Theorie der internationalen Beziehungen: starker Interessenegoismus, Verschwörungsmythologien, Ablehnung des Multilateralismus und  Ignoranz gegenüber den globalen Herausforderungen.

Die oben angeführten unterschiedlichen Elementen Kategorien stellen ein gnoseologisches System dar. Zwischen ihnen bestehen zahlreiche gegenseitige Beziehungen. Hierdurch wird die hohe Gefährlichkeit des polydimensionalen Phänomens des Trumpismus evidenter.

Allein diese fünf Kategorien unterschiedlicher Elemente des Trumpismus würden als Themen für  mindestens  fünf  Doktorarbeiten ausreichen.

Zeit, Frankfurter Allgemeine Zeitung, Focus, Stern, Neue Zürcher Zeitung, Süddeutsche Zeitung (23.12.20)

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