Berg Karabach

Russland, Berg Karabach, Beendigung der Kämpfe
Man muss Russland für die Vermittler-Funktion gemäß Artikel 33 der UNO-Charta gratulieren. Das ist hohe Diplomatie.
Der russisch-armenische Beistandspakt beschränkt sich nach Völkerrecht und speziell nach dem Internationalen Vertragsrecht natürlich auf das armenische Territorium, während Nagorny Karabach ebenso nach Völkerrecht integraler Bestandteil des Staates Aserbaidschan ist. Noch mal: Die aserbaidschanische Armee hat auf eigenem Territorium gekämpft.
All dies hat mit einer möglichen russisch-türkischen Konfrontation nichts zu tun. Cui bono eigentlich?
Zeit, Frankfurter Allgemeine Zeitung, Süddeutsche Zeitung (10.11.20)
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Konflikt um Bergkarabach : Armenien und Aserbaidschan einigen sich auf Waffenruhe
Die Kämpfe in Bergkarabach sollen am Samstagmittag ausgesetzt werden. Kurz vor Inkrafttreten der Waffenruhe sind nun Raketen auf die Hauptstadt geflogen.
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Ich bin zwar kein Freund Putins, aber in diesem konkreten Fall verdient Russland höchste Anerkennung, denn sie wird tätig nach der Vermittlung -Akzeptanz seitens beider Konflikt-Parteien. Dies entspricht vollauf dem Artikel 33 der UNO-Charta (Friedliche Streitbeilegung, als ein grundlegendes Völkerrechtprinzip).
Zugleich wird deutlich gezeigt, dass der große diplomatische Verlierer Erdogan ist, der von Anfang an die Minsk-Gruppe der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) die von Russland, den USA und Frankreich angeführt wird verleumdet , Baku gegen Armenien aufgehetzt und den Krieg systematisch angeheizt hat, offenkundig von der falschen Prämisse ausgehend, in die Vermittler-Gruppe aufgenommen zu werden und als Player in dieser komplizierten Region aufzutreten.
Es hat sich erneut bestätigt, dass die Türkei nach dem Hinauswurf des Völkerrechtlers Achmet Davutoglu nicht mehr imstande ist, eine erfolgreiche Diplomatie zu betreiben. Zeit (10.10.20)