Putin, Putinismus, Grundverhaltensmuster, Medwedew, Πούτιν

Putin als ontologisches System, Versuch einer etwas tieferen Analyse

Beim Putin spielen etliche Faktoren eine Rolle: a) toxische Männlichkeit: Judoka, Pferdereiter, nackter Oberkörper, Schwimmer, Pilot etc. b) Überbewertung der (brutalen) Gewalt, was in der russischen Tradition sehr verbreitet war. c) Fehlende intellektuelle Fähigkeit, um die Folgen der eigenen Erklärungen und Handlungen richtig einschätzen zu können. Nolens hat z.B. zur Stärkung der „hirntoten“ NATO beigetragen. In einem demokratischen Land wäre er schon längst weg vom Fenster. d) Bildungsmäßiger Mikrokosmos sicherheitsdienstlicher, d.h. völlig einseitiger Provenienz. e) Ehrgeiz, irgendetwas Ultrapatriotisches zu tun, um in die russische Geschichte als eine heroische Figur eingehen zu können. Putin „kommuniziert“ schon mit der Geschichte, was brandgefährlich für ganz Europa ist. f) Ultranationalismus archaischer Art nach dem Motto Russland über alles. g) IMPERIALPARANOIA bzw. Supermachtphantasien im Sinne der Wiedererrichtung des Imperium Sovieticum Supremum in Gestalt eines Imperium Russicum Supremum auf Biegen und Brechen, obwohl Russland nur eine Großmacht ist und mit der Supermacht USA oder etwa mit der Supermacht in statu nascendi China keinesfalls zu vergleichen wäre. Sein Panrussismus wird das Land konsequenterweise zur Katastrophe führen. h) Missachtung der internationalen Rechtsordnung (Völkerrecht).

All diese Elemente stellen systemtheoretisch betrachtet, ein objektives System dar, dessen Elemente zueinander in Wechselwirkung stehen, sodass das gesamte ontologische System eine höhere Wirkungskraft und eine stärkere Dynamik entfaltet.

Schlussfolgerung: Putin, inzwischen ein Kriegsverbrecher, ist gefährlich nicht nur für den Frieden in Europa, sondern darüber hinaus für den Weltfrieden. Daher ist es an der Zeit, ihn international als Paria zu behandeln. Dabei dürfe die Position armer oder unzureichend entwickelter Länder nicht von essenzieller Bedeutung sein. Auch die untergegangene Sowjetunion hatte enge und zahlreiche Kontakte zu unterentwickelten und armen Ländern bzw. zur “Dritten Welt”. Sie waren und sind nach wie vor keine in Frage kommenden reichen Käufer russischer Rohstoffe.Zeit (6.12.22), Stern (9.12.22)

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Welche Faktoren haben Putin geprägt?

1. Putin ist in einem totalitären Staat aufgewachsen und kann daher über kein entwickeltes Demokratie-Bewusstsein verfügen. Infolgedessen besitzt bei ihm die Gewalt absolute Priorität gegenüber dem Wort und der Verständigung.

2. Er lebt und wirkt in einem Land, das keine Renaissance, keine Aufklärung, keine bürgerliche Revolution, keine echte Gewaltenteilung, keine individuelle Menschenrechte und keine bürgerlichen Freiheiten kennt. Das Totalitäre und das Autoritäre haben ihn geprägt.

3. Die Beschäftigung mit der Vergangenheit in Gestalt des Zarenreiches und des Sowjetimperiums hat zu Großmachtphantasien und zu einer gewissen Irrationalität, ja zu einer Imperialparanoia geführt.

4. Die langjährige Herrschaft an der Spitze des Staates hat sich allmählich zur Autokratie mit einigen Anzeichen von Diktatur derart entwickelt, dass in der letzten Zeit paranoide Züge zu erkennen sind.

5. Hierdurch hat sich bei Putin eine starke Wirklichkeitsferne so entwickelt, dass er seine Imperiums Phantasien mit der Realität verwechselt, dass Russland eben keine Supermacht mehr darstellt. Der brutale, völkerrechtswidrige und barbarische Aggressionskrieg gegen die Ukraine macht den Kohl (schwache Wirtschaftskraft) auch nicht fett. Im Gegenteil, der Westen ist imstande, Russland derart mit Sanktionen zu überziehen, dass die Wirtschaft regelrecht stranguliert wird. Die einzige Rettung für dieses Land wäre eigentlich seine Entfernung von der Spitze des Riesenreiches.

6. Nur der FSB im Zusammenwirken mit dem Generalstab und führenden Oligarchen könnte ihn entmachten. Danach wird entweder ein neuer Putin oder für eine Übergangszeit eine Militärjunta die Macht übernehmen. Eins dürfte klar sein: Russland wird sich niemals zu einem normalen, d.h. zu einem demokratischen Rechtsstaat entwickeln. Insofern wird Russland auch in der Zukunft eine Gefahr für den Westen darstellen.

Prof.i.R.,Dr..,Dr.sc.,Dr.habil. Berliner Zeitung, FAZ, Stern, SDZ , Zeit (30.6.22), Focus (4.7.22), Stern (11.7.22, 21.7.22,9.12.22), Zeit (15.7.22),  BZ(19.10.22), NZZ (27.10.22)

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Putin ist schnell beleidigt
Nicht nur Putin, die Sache mit der Empfindlichkeit und des Fehlens des echten Selbstbewusstseins gegenüber dem überlegenen Westen hat tiefere Ursachen. Russland hat viel zu spät den Weg zu der europäischen Kultur gefunden, und das politische System ist immer noch zurückgeblieben. Als Kompensation hierfür haben die russischen Eliten die “russische Seele” entdeckt, die angeblich dem westlichen Menschen überlegen sei. Auch die Balkanvölker befindensich mental in ähnlicher Situation: Sie sprechen von “uns” und Europa. Sie sind stolz darauf, wenn sie in Europa studiert haben. BZ (21.10.22)
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Putin und die ehemaligen Unionsrepubliken
Wladimir Putin kämpft seit Wochen mit zunehmender Kritik. Nun hat ein Verbündeter den russischen Machthaber scharf angegriffen.
Moskau – Der Präsident Tadschikistans, Emomali Rahmon, hat den russischen Präsidenten Wladimir Putin auf einem Gipfeltreffen zwischen Zentralasien und Russland in der kasachischen Hauptstadt Astana am Freitag (14. Oktober) scharf kritisiert. Das berichtet newsweek.com. Er warf Russland Respektlosigkeitgegenüber seinen Verbündeten in Zentralasien vor. Putin solle Tadschikistan mit Respekt behandeln und nicht wie eine ehemalige Sowjetrepublik. Russlands Präsident hatte an dem Gipfeltreffen teilgenommen.
Tadschikistan liegt in Zentralasien, zwischen Usbekistan und Kirgisistan, und war von 1929 bis 1991 eine von der Sowjetunion kontrollierte Republik. Mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion erklärte das Land 1991 seine Unabhängigkeit und wird seit 1994 von Präsident Emomali Rahmon regiert.
Tadschikistan fordert Respekt von Russland
Rahmon fragte, warum sein Land Russland „anflehen“ müsse, an dem Forum in Tadschikistan teilzunehmen. „Ist es das, was Tadschikistan verdient, ein strategischer Partner“, so Rahmon und weiter: „Wir sind nicht 100 bis 200 Millionen, aber wir wollen respektiert werden. Ich bitte Sie, keine Politik gegenüber zentralasiatischen Ländern zu betreiben, als ob sie die ehemalige Sowjetunion wären“.                                                Aus: Frankfurter Rundschau (17.10.22)
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An die Putin-Bewunderer
Putin leidet schwer an IMPERIALPARANOIA. Wer ausgerechnet diesen Kriegstreiber und Kriegsverbrecher maßlos bewundert, ist entweder verblendet, oder verblödet, oder ist ein beuftragter russischer Troll, oder gehört schon zu der russischen 5.Kolonne in Deutschland und betreibt in den sozialen Netzwerken die extrem primitive und plumpe russische Propaganda für intellektuell Unterbelichtete und Vollidioten. Schon in der Zeit der wie ein Kartenhausuntergeangenen Sowjetunion war dieses Phänomen wohlbekannt: Kritiklose Bewunderung des kommunistischen “Paradieses”. BZ (15.10.22)
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Putin, Physiognomie
Was ist eigentlich, ethnologisch betrachtet, ein Russe? Ist die Mischung von Ostslawen und einem sibirischen Stamm auch ein “echter” Russe? Kann dies an der Physiognomie erkannt werden? BZ (16.6.22)
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Nach den Kriterien über Super- und Großmächte seitens der Theorie der internationalen
Beziehungen ist Russland nur auf militär-strategischem Gebiet immer noch eine
Supermacht, da jedoch ihre Wirtschaft (Brutto Inlandsprodukt) lediglich in etwa der
spanischen entspricht, kann Russland insgesamt lediglich als Großmacht gewertet
werden. Gegenwärtig sind nur die USA eine Supermacht, während China sich sukzessive
zu einer Supermacht entwickelt. Das zeigt, dass Russland international nicht die Rolle der
untergegangenen Supermacht UdSSR zu spielen vermag(hierzu siehe: Panos Terz,
Gleichgewichtstheorie: Geschichte, Gegenwart, Prognose, ISBN: 978-620-0-44488-2,
Saarbrücken 2019). Das psychologische Problem besteht aber darin, dass Putin über
keine Selbsterkenntnis verfügt und glaubt, der Präsident einer Supermacht zu sein. Dies
hat bei ihm zu einer brandgefährlichen Imperialparanoia geführt. Ansonsten ist er ein
Autokrat/Diktator. Das von ihm geschaffene Herrschaftssystem (Putinismus) kann wie folgt
definiert werden: Eine hochtoxische Synthese von Autokratie, Unterdrückung der
Opposition im Rahmen einer Neuauflage des KGB-Staates, von Imperialparanoia in
Verbindung mit Aggressivität nach Außen, von hoch gezüchtetem, fast infantilem
Patriotismus-Ultranationalismus und von archaisch anmutenden Panrussismus (Begriff von mir) sowie  von der rückwärtsgewandten und dem grössten Feind der Europäischen Aufklärung, der Orthodoxen Kirche.
Übrigens die Brutalität der russischen Armee ist ein prägendes Merkmal seit der Zarenzeit
bis heute. Möglicherweise ist die Brutalität und manchmal auch die archaische
Grausamkeit ein Überbleibsel aus der mongolisch-tatarischen Zeit, deren Herrschaft tiefe
Spuren in der Psychosynthese der Russen hinterlassen hat.
ΑΝΑΛΥΣΗ CNNi FOCUS

Η αποκατάσταση μιας αυτοκρατορίας: Μήπως είναι αυτός ο τελικός στόχος του Βλαντιμίρ Πούτιν;

wsroom, Ανανεώθηκε:

Πολλοί παρατηρητές δεν άφησαν ασχολίαστο το φαινόμενο ότι ο Ρώσος πρόεδρος έφτασε να συγκρίνει τον εαυτό του με τον Μεγάλο Πέτρο Yuri Kochetkov/Pool Photo via AP

Το να διαβάσει κανείς το μυαλό του Βλαντιμίρ Πούτιν σπάνια είναι… περίπατος, κάποιες φορές, όμως, ο ηγέτης του Κρεμλίνου διευκολύνει τη διαδικασία, αναφέρει ο αναλυτής του CNNi, Νέιθαν Χοτζ.

Αυτό συνέβη την περασμένη Πέμπτη, κατά τη συνάντησή του με μια ομάδα νεαρών Ρώσων επιχειρηματιών.

Όποιος αναρωτιέται για το τι ακριβώς επιδιώκει ο Πούτιν στην Ουκρανία, καλά θα κάνει να διαβάσει την απομαγνητοφώνηση της συνάντησης, η οποία διατίθεται και στα αγγλικά.

Πολλοί παρατηρητές δεν άφησαν ασχολίαστο το ότι ο Ρώσος πρόεδρος έφτασε να συγκρίνει τον εαυτό του με τον Μεγάλο Πέτρο, τον εκμοντερνιστή τσάρο και ιδρυτή της Αγίας Πετρούπολης -γενέτειρα του Πούτιν- που ανέβηκε στην εξουσία στα τέλη του 17ου αιώνα.

«Όταν ο Άγιος Πέτρος ίδρυσε μια νέα πρωτεύουσα (σ.σ. την Αγία Πετρούπολη) καμία από τις χώρες της Ευρώπης δεν αναγνώριζε αυτό το έδαφος ως ρωσικό. Όλοι το θεωρούσαν μέρος της Σουηδίας. Όμως εξ αμνημονεύτων χρόνων ζούσαν εκεί Σλάβοι, δίπλα στους Φινοουγγρικούς λαούς. Τα ξαναπήρε πίσω και ενίσχυσε» τα εδάφη αυτά, είπε ο Ρώσος πρόεδρος.

«Προφανώς, επαφίεται σε εμάς να ξαναπάρουμε πίσω (ό,τι ανήκει στη Ρωσία) και να ενισχύσουμε» (τη χώρα), συνέχισε, αναφερόμενος στη ρωσική εισβολή στην Ουκρανία.

«Ναι, υπήρξαν εποχές στην ιστορία της χώρας μας που υποχρεωθήκαμε να υποχωρήσουμε, όμως μόνο για να ανασυγκροτήσουμε τις δυνάμεις και να προχωρήσουμε προς τα εμπρός», κατέληξε.

Οι παραπάνω αναφορές καταδικάστηκαν σφόδρα από τους Ουκρανούς, που τις είδαν ως απροκάλυπτη παραδοχή των αυτοκρατορικών φιλοδοξιών του Βλαντιμίρ Πούτιν.«Η ομολογία του Πούτιν για κατασχέσεις γης και η σύγκριση του εαυτού του με τον Μέγα Πέτρο το αποδεικνύουν: δεν υπήρξε ‘σύγκρουση’, παρά μόνο η αιματηρή κατάληψη της χώρας κάτω από επινοημένα προσχήματα της γενοκτονίας των λαών», έγραψε στο Twitter ο σύμβουλος του προέδρου της Ουκρανίας, Μιχαΐλο Ποντόλιακ. «Δεν πρέπει να μιλάμε για ‘διάσωση του προσώπου [της Ρωσίας]’, αλλά για την άμεσο από-ιμπεριαλοποίηση».

Ο Ποντόλιακ αναφέρεται στις προσπάθειες να «σωθεί» το γόητρο της Ρωσίας προκειμένου αυτή να αποκλιμακώσει ή να σταματήσει τις μάχες στην Ουκρανία.

Των προσπαθειών αυτών ηγήθηκε ο Γάλλος πρόεδρος Μακρόν, ο οποίος τόνισε το περασμένο Σαββατοκύριακο ότι ο κόσμος «δεν πρέπει να ταπεινώσει τη Ρωσία» στην αναζήτηση μιας διπλωματικής λύσης.

Αυτά τα επιχειρήματα μπορεί να φαίνονταν πιο λογικά πριν από τις 24 Φεβρουαρίου.

Πριν από την εισβολή, ο Πούτιν εξέθεσε μια σειρά από παράπονα για να υποστηρίξει τον πόλεμο, από την επέκταση του ΝΑΤΟ προς τα ανατολικά έως την παροχή στρατιωτικής βοήθειας από τη Δύση στην Ουκρανία.

Αλλά διαβάζοντας πιο προσεκτικά την απομαγνητοφώνηση της Πέμπτης καταλαβαίνει κανείς ότι το προσωπείο της ορθολογικής γεωπολιτικής διαπραγμάτευσης καταρρέει.

«Για να διεκδικήσουμε κάποιου είδους ηγεσία -δεν μιλάω καν για παγκόσμια ηγεσία, εννοώ ηγεσία σε οποιονδήποτε τομέα- οποιαδήποτε χώρα, οποιοσδήποτε λαός, οποιαδήποτε εθνική ομάδα θα πρέπει να διασφαλίσει την κυριαρχία της», είπε ο Πούτιν. «Επειδή δεν υπάρχει ενδιάμεση κατάσταση: είτε μια χώρα είναι κυρίαρχη, είτε είναι αποικία, ανεξάρτητα από το πώς ονομάζονται οι αποικίες».

Με άλλα λόγια, υπάρχουν δύο κατηγορίες κράτους: το κυρίαρχο και το κατακτημένο.

Κατά την αυτοκρατορική άποψη του Πούτιν, η Ουκρανία θα έπρεπε να ανήκει στην τελευταία κατηγορία.

Ο Πούτιν έχει υποστηρίξει εδώ και καιρό ότι οι Ουκρανοί δεν έχουν νόμιμη εθνική ταυτότητα και ότι το κράτος τους είναι, ουσιαστικά, μαριονέτα της Δύσης.

Με άλλα λόγια, πιστεύει ότι οι Ουκρανοί δεν έχουν ταυτότητα, είναι υποκείμενος λαός.

Με την επίκληση του Μεγάλου Πέτρου, γίνεται επίσης σαφές ότι οι στόχοι του Πούτιν καθοδηγούνται από κάποια αίσθηση του ιστορικού πεπρωμένου.iefimerida (11.6.22)

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Was ist das System Putins?

Aus Sicht de Politologie handelt es sich um ein autoritäres Herrschaftssystem mit sich herausbildenden Elementen des Totalitarismus. Ich würde daher empfehlen, das Adjektiv faschistisch nicht zu verwenden. Es herrscht ohnehin ein terminologisches Chaos, denn der Faschismus herrschte in Italien, während in Deutschland der Nationalsozialismus an der Macht war. Zwischen den beiden Totalitarismen gibt es schon einige Unterschiede. In China haben wir eindeutig mit einem kommunistisch-konfuzianischen Totalitarismus zu tun.
Das Herrschaftssystem Putins, ist eine hochtoxische Synthese von Autokratie, Unterdrückung der Opposition im Rahmen  einer Neuauflage des KGB-Staates, von Imperialparanoia in Verbindung mit Aggressivität nach Außen, von hoch gezüchtetem, fast infantilem Patriotismus-Ultranationalismus und von der rückwärtsgewandten Orthodoxen Kirche.
Berliner Zeitung (2Z8.5.22), LVZ (15.6.22), Zeit (6.12.22)
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Ein Politikwissenschaftler hat ausgerechnet Putin als Opfer bezeichnet !
Putin als Opfer? Das nennt man verzerrte Widerspiegelung der objektiven Realität nach der Widerspiegelungstheorie des altgriechischen Philosophen und Begründers des Materialismus Demokrit (αντικατοπτρισμός). Aus Sicht des Völkerrechts ist Putin en general ein Verbrecher und aus Sicht des Humanitären Völkerrechts ein Kriegsverbrecher. Putin ist eigentlich das Opfer nur seiner hypertrophierten IMPERIALPARANOIA.
Berliner Zeitung (3.6.22)
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Drohungen Putins an den Westen
Auch die Bereitstellung von schweren Waffen an die Ukraine ist vom Art.51 der UNO-Charta (ein angegriffener Staat hat “das natürliche Recht auf individuelle und KOLLEKTIVE Selbstverteidigung”) gedeckt und wird als völkerrechtsgemäß qualifiziert, während Russland ein brutaler Aggressor ist, der äußerst völkerrechtswidrig handelt. Kein westlicher Staat hat Kampfeinheiten in die Ukraine geschickt Infolgedessen hat kein NATO-Staat Russland angegriffen. Die NATO ist nach der Haager Landkriegsordnung von 1907 (Art.1 und 2) kein Kriegsteilnehmer. D.h. Russland kann sich nicht auf den Art.51 berufen.
Sollte jedoch der an Imperialparanoia leidende Putin den Befehl auf Angriff auf irgendeinen NATO-Staat erteilen, dann hat die letzte Stunde für Russland geschlagen, denn die NATO ist die stärkste Militär-Allianz in der Geschichte der Menschheit. Übrigens, das Grundverhaltensmuster Putins zeigt, dass er in seinem Innersten ein KGB-Mann geblieben ist. Berliner Zeitung (7.6.22)
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Unterstützer Putins

Für mich steht fest: Menschen, die den KRIEGSVERBRECHER Putin und seinen brutalen, barbarischen und völkerrechtswidrigen Angriffskrieg unterstützen, besitzen keine Empathie, keine Moral und keine Menschlichkeit. Sie sind hoch fanatisiert, verblendet, durch die primitive russische Propaganda hoch toxisch und verblödet. Focus (7.6.22)
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Interview: Präsident Polens Andrzej Duda vergleicht Wladimir Putin mit Adolf Hitler,Polens Präsident Andrzej Duda hat in einem Interview mit einem deutschen Journalisten Scholz‘ Telefonate mit Putin kritisiert. Mit drastischen Vergleichen.
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Putin wendet immerhin die Kriegstaktik der deutschen Wehrmacht, d.h. faschistische Methoden an. : “Blitzkrieg”, verbrannte Erde (Städte werden in Schutt und Asche gelegt, eklatante Verletzung des Völkerrechts und insbesondere des “Kriegsrechts”), Kriegsverbrechen, Zerstörungen von Kultureinrichtungen, Plünderungen etc. Für diese nicht zu übersehenden Ähnlichkeiten gibt es schon eine allgemeine ideologische Grundlage: Zwischen dem faschistisch-nationalsozialistischen Totalitarismus und der Autokratie a la russe (Autokratie, Totalitarismus und wieder Autokratie) mit einzelnen Elementen des Totalitarismus kann man schon einige gemeinsame Merkmale konstatieren. Berliner Zeitung, Focus (9.6.22)
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Eine sehr interessante, demaskierende Information:
Julia Bernewasser
Kremlchef zieht Vergleich mit Zar Peter dem Großen Putin will russische Erde „zurückholen“
Wladimir Putin hat den Angriffskrieg auf die Ukraine als Rückholaktion russischer Erde bezeichnet. Dafür zog er einen historischen Vergleich mit Zar Peter I.
Russlands Präsident Wladimir Putin nimmt an einem Treffen mit russischen Jungunternehmern und Fachleuten im Vorfeld des…Foto: via REUTERS/Kreml/Sputnik/Mikhail Metzel
Kremlchef Wladimir Putin hat den von ihm befohlenen Krieg gegen die Ukraine auf eine Ebene mit dem Großen Nordischen Krieg unter Russlands Zar Peter I. gestellt und von einer Rückholaktion russischer Erde gesprochen.
[Der Zar habe das Gebiet um die heutige Millionenstadt St. Petersburg nicht von den Schweden erobert, sondern zurückgewonnen. „Offenbar ist es auch unser Los: Zurückzuholen und zu stärken“, zog Putin laut der Nachrichtenagentur Interfax am Donnerstag Parallelen zum Krieg gegen die Ukraine.
Am 9. Juni ist der 350. Geburtstag von Peter dem Großen, der sich als erster russischer Zar den Titel Imperator gab und mit Eroberungen im Norden Russland einen Zugang zur Ostsee sicherte - als so genanntes „Fenster nach Europa“. Seit dieser Zeit habe sich fast nichts geändert, behauptete Putin nun in einem Gespräch mit Jungunternehmen im Vorfeld des Internationalen Petersburger Wirtschaftsforums.
Auch damals habe kein europäischer Staat das Gebiet als russisch anerkannt. „Dabei haben dort seit Jahrhunderten neben den finno-ugrischen Stämmen auch Slawen gelebt“, sagte der Kremlchef.
Putin begründete den Krieg gegen die Ukraine einerseits mit der Unterdrückung der russischsprachigen Bevölkerung im Land. Andererseits verwehrte er aber auch der Ukraine das grundsätzliche Bestandsrecht und meldete Besitzansprüche auf große Teile des Landes an, die historisch gesehen russisches Herrschaftsgebiet gewesen seien. (dpa)
Der Tagesspiegel (10.6.22)
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KGB an der Macht in Russland
In Russland besteht die Tragik darin, dass Putin zusammen mit seinen ehemaligen KGB-Genossen die Macht ausübt. So was hat es in der Menschheitsgeschichte noch nicht gegeben, dass eben ein Geheimdienst die Führung eines ganzen Landes übernimmt. NZZ (11.6.22)
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Wenn schon über 70% der russischen Bevölkerung mit Putin und seinem militärischen Abenteuer einverstanden sind, drängt sich die berechtigte Frage nach den tieferen Ursachen auf.

Nicht vergessen, dass das russische Volk kaum die Demokratie erlebt hat. Bis 1861 existierte die Leibeigenschaft und  es herrschte das feudalabsolutistische System mit seinen Untertanen. Die bürgerliche Revolution unter Kerenski war lediglich ein Intermezzo, und im Grunde genommen ist die ganze Epoche des  bürgerlichen Entwicklungsstadiums übersprungen worden, danach folgte  das totalitäre System des Leninismus-Stalinismus ohne Menschenrechte und Grundfreiheiten und  weiterhin mit dem Untertan. Jetzt herrscht das  System Putins sui generis, d. h. eine hochtoxische Synthese von Autokratie, Unterdrückung der Opposition im Rahmen  einer Neuauflage des KGB-Staates, von Imperialparanoia in Verbindung mit Aggressivität nach Außen, von hoch gezüchtetem, fast infantilem Patriotismus-Ultranationalismus und von der rückwärtsgewandten Orthodoxen Kirche. Kurzum es fehlt der  selbstbewusste,  kritische und freiheitsliebende citoyen. Der Mythos hingegen von der „russischen Seele“ und der Patriotismus Ultranationalismus vermögen nicht, diesen gewaltigen historischen, ideologischen  und politische Mangel zu ersetzen.

Hieraus ergibt sich, dass die Zukunft dieses Riesenlandes mit größten ideologischen und politischen Problemen sowie mit militärischen Abenteuern verbunden sein wird.

Siehe ausführlicher: Panos Terz, Παναγιώτης Δημητρίου Τερζόπουλος: Εγκυκλοπαιδική και Κοινωνική Μόρφωση, Εκλαϊκευμένα: Θρησκεία, Ιστορία, Εθνολογία, Πολιτισμός, Γλωσσολογία, Δεύτερος Τόμος (Enzyklopädische und Allgemeinbildung: Religion, Geschichte, Ethnologie, Kultur, Linguistik, Band 2), ISBN: 978-620-0-61339-4, Saarbrücken 2020, 300 S. Zeit, Frankfurter Allgemeine Zeitung, Focus, Stern, Neue Zürcher Zeitung (10.5.22), NZZ (11.5.22), Berliner Zeitung (28.5.22, 3.6.22), LVZ (15.6.22)

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Eroberungen
sind nach Völkerrecht als Ausdruck höherer Zivilisationsstufe der Menschheit strengstens verboten. Wenn also de Verbrecher Putin Imperialphantasien hat, handelt er UNZIVILISIERTERT. In seinem Imperialwahn verwechselt er offensichtlich die Jahrhunderte.
NZZ (19.4.22)
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Putin "kommuniziert" seit einigen Jahren mit der Geschichte.
Das nennt man Imperialwahn. Auch Hitler und Mussolini haben mit der Geschichte kommuniziert. Die vernichtende Niederlage und die nationale Katastrophe waren die Antwort. Zeit (22.4.22)
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Dämpfer für Franziskus : Putin empfängt den Papst vorerst nicht

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Der brutale Diktator Putin pfeift auf den Papst, die Diplomatie und das Völkerrecht. Er zieht es eher vor, seine Imperialparanoia auf Kosten des leidgeprüften ukrainischen Volkes und des Weltfriedens in die Tat umzusetzen. Hinter ihm steht bestimmt der ultranationalistische und Putin - Diener russisch - orthodoxe Patriarch. Putin kommuniziert wegen seiner Imperialparanoia nur mit der Geschichte. Gleiches taten auch Mussolini, Hitler und Miloschewitz. Ihr Ende dürfte bekannt sein. FAZ, Zeit (5.5.22)
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Der FSB ist dem Wesen nach der echte Nachfolger des KGB.
Für diese Kontinuität hat der ehemalige KGB-Offizier Putin als Begründer des FSB gesorgt. Kurzum: Die Russen kommen niemals auf einen grünen demokratischen Zweig. Zeit (6.5.22)

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Putin leidet zwar an Imperialparanoia, jedoch nicht unbedingt an Masochismus. Es gilt immer noch der Spruch aus der Zeit des Kalten Krieges und des „Gleichgewichts des Schreckens“: Wer als erster schießt, stirbt als zweiter“. Siehe ausführlicher: Panos Terz, Gleichgewichtstheorie: Geschichte, Gegenwart, Prognose, ISBN: 978-620-0-44488-2, Saarbrücken 2019, NZZ (4.4.22)

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Diktatoren, keine Selbsterkenntnis
Diktatoren, wie z.B. Mussolini, Hitler, Miloschewitz, Saddam Hussein und jetzt Putin besitzen keine Selbsterkenntnis, deswegen neigen sie stark zur Selbstüberschätzung und zugleich zur Unterschätzung des Gegners. Dies führt konsequenterweise zu nationalen Katastrophen. Zeit (12.5.22)
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Eine neue Systemauseinandesetzung
Putin ahnt wohl, dass sein unterentwickeltes System die Auseinandersetzung mit dem in jeder Hinsicht hochentwickelten und haushoch überlegenen Westen nicht bestehen wird. Es geht also dem Wesen nach um eine Systemauseinandersetzung. Zeit (12.5.22)

Putin  leidet zwar an Imperialparanoia, jedoch nicht unbedingt an Masochismus. Es gilt immer noch der Spruch aus der Zeit des Kalten Krieges und des „Gleichgewichts des Schreckens“: Wer als erster schießt, stirbt als zweiter“. Siehe ausführlicher: Panos Terz, Gleichgewichtstheorie: Geschichte, Gegenwart, Prognose, ISBN: 978-620-0-44488-2, Saarbrücken 2019, NZZ (4.4.22)

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Putins Rede

Diese Rede kommt uns bekannt vor. Sie erinnert an ähnliche Begriffe, die Stalin bei seinen Säuberungsaktionen reichlich verwendet hat und außerdem beim KGB durchaus üblich waren. Zugleich wird bestätigt, dass der KGB - Geist immer noch präsent ist.

Es ist damit zu rechnen, dass bald eine regelrechte Jagd auf die "Bastarde", "den Abschaum" und vor allem auf die "Fünfte Kolonne" des Westens vom Zaune gebrochen wird. Diese Explosion von Bosheit, Niedertracht, Primitivität, Kulturlosigkeit und Zerstörungswut ist ein Zeichen dafür, das Putin sich in die Enge getrieben fühlt. Unter anderen Umständen hätte man sagen können, dass er schon jetzt am Ende ist. Focus (17.3.22)

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(Der Vergleich zwischen Putin und Hitler wurde in der Vergangenheit unter anderem von Wolfgang Schäuble, Hillary Clinton, Prinz Charles und Boris Johnson gezogen. Mit dem russischen Angriff auf die Ukraine gehören die Vergleiche nicht der Vergangenheit an, doch kann man die beiden Machthaber tatsächlich miteinander vergleichen? Historiker klären auf.

Hitler mit Putin vergleichen: Historiker sind sich einig

Die meisten Historiker positionieren sich deutlich gegen Versuch, Putin und Hitler miteinander zu vergleichen.

.Hauptgründe dafür sind der nationalsozialistische Völkermord an sechs Millionen europäischen Juden und Hitlers Verantwortung für den Beginn des Zweiten Weltkrieges, welcher mindestens 60 Millionen Toten verursachte.

.Die Taten, denen Putin aktuell die Schuld zugesprochen wird, befinden sich auf einer komplett anderen Skala.

.Die zwei Personen miteinander zu vergleichen, lässt jedoch nicht auf eine Gleichsetzung schließen. Im Gegenteil: In einem Vergleich sollen und können Unterschiede hervorgehoben werden.

.Historiker merken an, dass durch Vergleiche gewisse Parallelen und Muster deutlich gemacht werden können, die die Einschätzung aktueller Situationen unterstützen können. Gleichzeitig sei es schwierig, eindeutige Lehren aus der Vergangenheit zu ziehen.

Putin und Hitler: Diese Aspekte können verglichen werden IMAGO / ZUMA Wire und IMAGO / UIG

Parallelen von Hitler und Putin:Klar ist aus Sicht von Holocaust-Forscher Götz Aly, dass der Vergleich zwischen Putin und Hitler nur in mancher Hinsicht gemacht werden kann.

.Die Vorbereitung und Rechtfertigung des Krieges sei eine dieser partiellen Parallelen. Laut Aly habe "auch Hitler […] enorme Truppen aufmarschieren lassen, während gleichzeitig versichert wurde: ‘Der Führer will nichts anderes als den Frieden‘.“

.Historiker Heinrich August Winkler sieht analoges Vorgehen zwischen Putins gewaltsamer Aneignung der Krim, dem Vorgehen in der Donbass-Region und dem Angriffskrieg auf die Ukraine sowie Hitlers „Anschluss“ Österreichs, der Angliederung des Sudetenlands und der Zerschlagung der Rest-Tschechei.

.Auch die Benutzung des Begriffs „militärische Spezialoperation“ in Bezug zum Kriegsangriff auf die Ukraine sowie Göbbels Instruktion „Gegenschlag“ statt „Krieg“ zu nutzen, zeige nach Aly Parallelen auf.

.Sowohl für Aly und Winkler zeigen sich in Putins Aussagen zu angeblichen Neonazis und Drogensüchtigen in der Ukraine Ähnlichkeiten zu Hitler.

.Nazi-Deutschland und das postsowjetischen Russland haben nach Aly gemein, dass die Absetzung eines Alleinherrschers durch die nationale Staatsspitze nicht vorzustellen ist.

.Laut Winkler kann die Rechtfertigung von Taten durch eine historische Untermauerung bei Hitler und Putins gefunden werden.

.Aly und Winkler sind sich einig, die “Selbststilisierung zum Opfer mächtiger Feinde” verknüpfe Ultranationalisten wie Hitler und Putin. Focus (29.3.22)

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Der verbrecherischen und barbarischen Hybris des paranoiden Aggressors wird bald die gerechte Nemesis folgen. Man braucht nicht ein Prophet zu sein, um den Zusammenbruch der Wirtschaft (Gesamtwirtschaftskraft lediglich wie Italien) voraus zu sehen. Die geballte vereinigte Kraft der beiden ökonomischen Supermächte EU und USA wird schon die Wirtschaft Russlands strangulieren.

Danach werden soziale Probleme folgen, die zum Aufwachen der größtenteils hypnotisierten Russen führen werden. Sie werden ihn schon zum Teufel jagen, aber die russische Geschichte zeigt, dass der nächste Diktator ante portas steht. Man hat allmählich den Eindruck, dass die „russische Seele“ und die Demokratie (Freiheiten, Menschenrechte, echte Gewaltenteilung) eine contradictio in adjecto darstellen. WZ (10.3.22), Focus (22.3.22)

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Was kommt nach Putin?
Möglicherweise wird dem Diktator Putin eine Militärjunta folgen, denn Russland und Demokratie bedeuten einen Widerspruch in sich (contradictio in adjecto). Zeit (3.3.22)
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Dem Westen (USA, EU) bleibt nur ein wirksames Mittel, um das aggressive Russland unter Putin  zu zähmen: Einsatz seiner haushoch überlegene Wirtschaftskraft, um zunächst die russische Wirtschaft zu strangulieren. Hierdurch werden große Unruhen entstehen, die dazu führen können, dass der Diktator zum Teufel gejagt wird.              Zeit (3.3.22)

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Hochrüstungs-Wettbewerb
Die USA werden hochrüsten, Russland wird mitmachen müssen und wegen der geringen Wirtschaftskraft (wie Italien) wie die Sowjetunion zusammenbrechen.
Genauso hat es Reagan mit großem Erfolg gemacht.
Rubel verliert 40 Prozent in wenigen Tagen, Die harten Sanktionen gegen Russland haben enorme Folgen. Wie zahlungsfähig ist der Kreml noch? Zeit (2.3.22)
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Das hat man dem paranoiden und verbrecherischen Aggressor und Diktator Putin zu verdanken. Von mir aus kann der Rubel völlig wertlos werden. Dann werden die Russen endlich aufwachen und den Diktator zum Teufel jagen. SDZ (4.3.22

Zeit, FAZ, Focus, NZZ, Stern, SDZ, WZ (2.3.22), Berliner Zeitung (14.5.22, 3.6.22,30.6.22.), Leipziger Volkszeitung (16.5.22, 24.5.22), Stern (11.7.22, 221.7.22), Zeit (15.7.22)

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Möglicherweise wird dem Diktator eine Militärjunta folgen, denn Russland und Demokratie bedeuten einen Widerspruch in sich (contradictio in adjecto). Zeit (3.3.22)

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 Julia Bernewasser  Putin Vergleich mit Zar Peter dem Großen Putin will russische Erde „zurückholen“

Wladimir Putin hat den Angriffskrieg auf die Ukraine als Rückholaktion russischer Erde bezeichnet. Dafür zog er einen historischen Vergleich mit Zar Peter I.

Russlands Präsident Wladimir Putin nimmt an einem Treffen mit russischen Jungunternehmern und Fachleuten im Vorfeld des…Foto: via REUTERS/Kreml/Sputnik/Mikhail Metzel

 

 

Kremlchef Wladimir Putin hat den von ihm befohlenen Krieg gegen die Ukraine auf eine Ebene mit dem Großen Nordischen Krieg unter Russlands Zar Peter I. gestellt und von einer Rückholaktion russischer Erde gesprochen.

[Der Zar habe das Gebiet um die heutige Millionenstadt St. Petersburg nicht von den Schweden erobert, sondern zurück gewonnen ffenbar ist es auch unser Los: Zurückzuholen und zu stärken“, zog Putin laut der Nachrichtenagentur Interfax am Donnerstag Parallelen zum Krieg gegen die Ukraine.

Am 9. Juni ist der 350. Geburtstag von Peter dem Großen, der sich als erster russischer Zar den Titel Imperator gab und mit Eroberungen im Norden Russland einen Zugang zur Ostsee sicherte – als so genanntes „Fenster nach Europa“. Seit dieser Zeit habe sich fast nichts geändert, behauptete Putin nun in einem Gespräch mit Jungunternehmen im Vorfeld des Internationalen Petersburger Wirtschaftsforums.

Auch damals habe kein europäischer Staat das Gebiet als russisch anerkannt. „Dabei haben dort seit Jahrhunderten neben den finno-ugrischen Stämmen auch Slawen gelebt“, sagte der Kremlchef.

 

Putin begründete den Krieg gegen die Ukraine einerseits mit der Unterdrückung der russischsprachigen Bevölkerung im Land.Mehr zum Thema

Andererseits verwehrte er aber auch der Ukraine das grundsätzliche Bestandsrecht und meldete Besitzansprüche auf große Teile des Landes an, die historisch gesehen russisches Herrschaftsgebiet gewesen seien. (dpa)

 Der Tagesspiegel (10.6.22) 
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Medwedew
ist die Inkarnation vom historisch überholten Panrussismus, von einem infantilen Supranationalismus, von verabscheuungswürdiger und brandgefährlicher Imperialparanoia und von unglaublicher politischer Rückständigkeit.
Medwedew ist das typische Produkt eines Landes, das eine ganze Etappe der Entwicklung (Aufklärung, bürgerliche Revolution, bürgerlicher Staat, echte Gewaltenteilung, bürgerliche Freiheiten, Individualmenschenrechte) übersprungen hat (vom Feudalabsolutismus zum Stalinismus – „Sozialismus“-). Jetzt herrscht der Putinismus. BZ (3.8.22)
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Medwedew über den Westen
Im Juni erklärte er seine Hasstiraden mit den folgenden Worten: “Ich werde oft gefragt, warum meine Telegram-Posts so hart sind. Ich antworte: Ich hasse sie. Sie sind Bastarde und Abschaum. Sie wollen unseren Tod, den Tod Russlands. Und solange ich am Leben bin, werde ich alles tun, damit sie verschwinden.” Gemeint sind die westliche Welt und ihre Vertreter.
Nicht besonders weitsichtig in Richtung Kasachstan zeigte sich Medwedew auch in einem weiterenseiner bizarren Statements in seinen sozialen Netzwerken. Kasachstan sei ein “künstlicher Staat” und “ehemaliges russisches Gebiet”, schrieb Medwedew. In dem skandalösen Post beschuldigte er die kasachischen Behörden des “Völkermords an Russen” und versprach, die “verlorenen Gebiete” wiederzuerlangen. Neben Kasachstan gelte das auch für Georgien. Stern (10.8.22)

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Der folgende Text stammt nicht von mir. To κάτωθι κείμενο δεν είναι δικό μου

Καθώς ο Βλαντίμιρ Πούτιν γιορτάζει τα 70α γενέθλιά του την Παρασκευή, το BBC εξηγεί πώς έγινε ο απομονωμένος αυταρχικός ηγέτης που ξεκίνησε την καταστροφική εισβολή στην Ουκρανία.

Σύμφωνα με το βρετανικό μέσο, επτά κομβικές στιγμές στη ζωή του βοήθησαν να διαμορφώσει τη σκέψη του και εξηγούν την αυξανόμενη αποξένωσή του από τη Δύση.

Το 1964 ο Βλαντίμιρ Πούτιν ξεκίνησε τζούντο

Γεννημένος στο -ακόμα σημαδεμένο από την πολιορκία των 872 ημερών κατά τον Β’ Παγκόσμιο Πόλεμο- Λένινγκραντ, ο νεαρός Βλαντίμιρ ήταν ένα δύστροπο και επιθετικό αγόρι στο σχολείο -ο καλύτερος φίλος του θυμάται ότι «θα μπορούσε να τσακωθεί με οποιονδήποτε, επειδή δεν είχε κανένα φόβο».

Οι πυρηνικές απειλές του Πούτιν: Θα πατήσει τελικά το κουμπί; Πόσο πιθανός είναι πρακτικά ο πυρηνικός πόλεμος

Ανάλυση Guardian: Ο Πούτιν σαν θυμωμένος ταξιτζής και όχι αρχηγός κράτους στην ομιλία του για την προσάρτηση

Παρ ‘όλα αυτά, ένα ασήμαντο αλλά μάχιμο νεαρό αγόρι σε μια πόλη που είχε κατακλυστεί από συμμορίες του δρόμου χρειαζόταν ένα πλεονέκτημα. Γι’αυτό, σε ηλικία 12 ετών ασχολήθηκε πρώτα με το σάμπο, μια ρωσική πολεμική τέχνη, και έπειτα με το τζούντο. Ήταν αποφασισμένος και πειθαρχημένος και μέχρι τα 18 του είχε μαύρη ζώνη τζούντο και την τρίτη θέση στον εθνικό διαγωνισμό νεανίδων.

Φυσικά, χρησιμοποιείται από τότε ως μέρος της προσεκτικά επιμελημένης macho περσόνας του, αλλά επιβεβαιώνει επίσης την πρώιμη πεποίθησή του ότι σε έναν επικίνδυνο κόσμο, πρέπει να έχεις αυτοπεποίθηση αλλά και να συνειδητοποιείς ότι -με τα δικά του λόγια- σε έναν αγώνας είναι αναπόφευκτο, «πρέπει να χτυπήσεις πρώτος, και να χτυπήσεις τόσο δυνατά ώστε ο αντίπαλός σου να μη μπορέσει να σταθεί στα πόδια του».

Το 1968, ο Πούτιν ζητά δουλειά στην KGB

Γενικά, οι περισσότεροι απέφευγαν να πάνε στο 4 Liteyny Prospekt, το αρχηγείο της πολιτικής αστυνομίας της KGB στο Λένινγκραντ. Ήταν τόσοι πολλοί αυτοί που είχαν περάσει από τα κελιά ανάκρισής του στα στρατόπεδα εργασίας γκουλάγκ την εποχή του Στάλιν που το πικρό αστείο ήταν ότι το λεγόμενο Bolshoi Dom, το «Μεγάλο Σπίτι», ήταν το ψηλότερο κτίριο στο Λένινγκραντ, επειδή μπορούσε κανείς να δει τη Σιβηρία από το υπόγειο.

Ωστόσο, όταν ήταν 16 ετών, ο Πούτιν μπήκε στην είσοδο που ήταν στρωμένη με κόκκινο χαλί και ρώτησε τον αρκετά μπερδεμένο αξιωματικό πίσω από το γραφείο πώς θα μπορούσε να γίνει μέλος του οργανισμού. Του είπαν ότι έπρεπε να έχει ολοκληρώσει τη στρατιωτική θητεία ή να έχει πτυχίο, και έτσι ρώτησε ακόμη και ποιο πτυχίο ήταν το καλύτερο.

Νομική, του είπαν -και από εκείνο το σημείο, ο Πούτιν ήταν αποφασισμένος να αποφοιτήσει από τη Νομική και να προσληφθεί, όπως και έγινε. Για τον Πούτιν, η KGB ήταν η μεγαλύτερη συμμορία στην πόλη, που πρόσφερε ασφάλεια και πρόοδο ακόμα και σε κάποιον χωρίς διασυνδέσεις σε πολιτικά κόμματα.

Αλλά αντιπροσώπευε επίσης μια ευκαιρία να κινεί και να ταράζει τα νερά -όπως είπε ο ίδιος για τις κατασκοπευτικές ταινίες που έβλεπε ως έφηβος, «ένας κατάσκοπος θα μπορούσε να αποφασίσει τη μοίρα χιλιάδων ανθρώπων».

1989: Η στιγμή που η φιγούρα του Γκορμπατσόφ καταρρέει στα μάτια του Πούτιν

Παρ’ όλες τις ελπίδες του, η καριέρα του Πούτιν στην KGB δεν απογειώθηκε ποτέ. Εργαζόταν σκληρά, αλλά δεν πήρε ποτέ υψηλό βαθμό. Παρόλα αυτά, είχε κάνει αίτηση για να μάθει γερμανικά και αυτό του έδωσε την ευκαιρία για ένα ραντεβού στα γραφεία συνδέσμου της KGB στη Δρέσδη το 1985.

Εγκαταστάθηκε εκεί, σε μια άνετη ζωή, αλλά τον Νοέμβριο του 1989, το καθεστώς της Ανατολικής Γερμανίας άρχισε να καταρρέει με συγκλονιστική ταχύτητα.

Στις 5 Δεκεμβρίου, ένας όχλος περικύκλωσε το κτίριο της KGB της Δρέσδης. Ο Πούτιν τηλεφώνησε απελπισμένα στην πλησιέστερη φρουρά του Κόκκινου Στρατού για να ζητήσει προστασία, και εκείνοι απάντησαν ανήμποροι «δεν μπορούμε να κάνουμε τίποτα χωρίς εντολές από τη Μόσχα. Και η Μόσχα είναι σιωπηλή».

Ο Πούτιν έμαθε να φοβάται την ξαφνική κατάρρευση της κεντρικής εξουσίας -και αποφάσισε να μην επαναλάβει ποτέ αυτό που ένιωθε ότι ήταν το λάθος του Σοβιετικού ηγέτη Μιχαήλ Γκορμπατσόφ, δηλαδή το να μην απαντήσει με ταχύτητα και αποφασιστικότητα όταν βρεθεί αντιμέτωπος με την αντιπολίτευση.

Διαπραγματευόμενος το πρόγραμμα «Oil for Food» το 1992

Ο Πούτιν αργότερα θα εγκατέλειπε την KGB καθώς η Σοβιετική Ένωση κατέρρευσε, αλλά σύντομα εξασφάλισε μια θέση ως συνεργάτης του μεταρρυθμιστή νέου δημάρχου της σημερινής Αγίας Πετρούπολης.

Η οικονομία βρισκόταν σε ελεύθερη πτώση και ο Πούτιν επιφορτίστηκε με τη διαχείριση μιας συμφωνίας για να προσπαθήσει να βοηθήσει τους κατοίκους της πόλης να τα βγάλουν πέρα, ανταλλάσσοντας πετρέλαιο και μέταλλο αξίας 100 εκατομμυρίων δολαρίων με τρόφιμα.

Στην πράξη, κανείς δεν είδε φαγητό, αλλά σύμφωνα με μια έρευνα, που γρήγορα εξαφανίστηκε, ο Πούτιν, οι φίλοι του και οι γκάνγκστερ της πόλης έβαλαν τα χρήματα στις δικές τους τσέπες.

Στην «άγρια εποχή των ​​90s», ο Πούτιν έμαθε γρήγορα ότι η πολιτική επιρροή ήταν ένα εμπόρευμα με δυνατότητα χρηματοδότησης και οι γκάνγκστερ μπορούσαν να αποτελούν χρήσιμους συμμάχους. Όταν όλοι γύρω του επωφελούνταν από τις θέσεις τους, γιατί να μην το κάνει κι εκείνος;

Όταν ο Πούτιν έγινε πρόεδρος της Ρωσίας το 2000, ήλπιζε ότι θα μπορούσε να οικοδομήσει μια θετική σχέση με τη Δύση -με τους δικούς του όρους, συμπεριλαμβανομένης της σφαίρας επιρροής σε ολόκληρη την πρώην Σοβιετική Ένωση. Σύντομα απογοητεύτηκε και μετά θύμωσε, πιστεύοντας ότι η Δύση προσπαθούσε ενεργά να απομονώσει και να υποτιμήσει τη Ρωσία.

Όταν ο Γεωργιανός πρόεδρος Μιχαήλ Σαακασβίλι δεσμεύθηκε ώστε η χώρα του να ενταχθεί στο ΝΑΤΟ, ο Πούτιν είδε μια κόκκινη γραμμή και η προσπάθεια της Γεωργίας να ανακτήσει τον έλεγχο της αποσχισμένης από τη Ρωσία περιοχή της Νότιας Οσετίας έγινε δικαιολογία για μια τιμωρητική επιχείρηση.

Διαδηλώσεις στη Γεωργία υπέρ του προέδρου Μιχαήλ Σαακασβίλι / Φωτογραφία: AP

Διαδηλώσεις στη Γεωργία υπέρ του προέδρου Μιχαήλ Σαακασβίλι / Φωτογραφία: AP

Σε πέντε ημέρες, οι ρωσικές δυνάμεις διέλυσαν τον γεωργιανό στρατό και κέρδισαν ταπεινωτικά τον Σαακασβίλι.

Η Δύση ήταν εξοργισμένη, ωστόσο μέσα σε ένα χρόνο, ο πρόεδρος των ΗΠΑ Μπαράκ Ομπάμα προσφέρθηκε να «επαναφέρει» τις σχέσεις με τη Ρωσία, και μάλιστα η Μόσχα έλαβε το δικαίωμα να φιλοξενήσει το Παγκόσμιο Κύπελλο ποδοσφαίρου του 2018.

Για τον Πούτιν, ήταν ξεκάθαρο ότι ήταν σωστό -και μια αδύναμη και ασταθής Δύση θα γκρίνιαζε και θα ξεφυσούσε, αλλά τελικά θα υποχωρούσε μπροστά σε μια αποφασιστική βούληση.

Μια ευρέως διαδεδομένη -και αξιόπιστη- πεποίθηση ότι οι κοινοβουλευτικές εκλογές του 2011 ήταν νοθευμένες πυροδότησε διαμαρτυρίες που ενισχύθηκαν μόνο όταν ο Πούτιν ανακοίνωσε ότι θα ήταν υποψήφιος για επανεκλογή το 2012.

Οι διαμαρτυρίες που γέμισαν την πλατεία της Μόσχας, γνωστές ως «Διαμαρτυρίες Μπολότναγια», αντιπροσώπευαν τη μεγαλύτερη δημόσια έκφραση αντίθεσης υπό τον Πούτιν.

Η πεποίθησή του ήταν ότι οι συγκεντρώσεις ήταν μια πρωτοβουλία και είχαν την ενθάρρυνση και την κατεύθυνση από την Ουάσιγκτον, κατηγορώντας προσωπικά την τότε υπουργό Εξωτερικών των ΗΠΑ, Χίλαρι Κλίντον.

Για τον Πούτιν, ήταν απόδειξη ότι η Δύση άνοιξε τα χαρτιά της και ερχόταν κατευθείαν κατά πάνω του, και ότι, στην πραγματικότητα, τώρα βρισκόταν σε πόλεμο.

Ο απομονωμένος Πούτιν εξαιτίας της Covid-19 την τελευταία διετία

Όταν η Covid-19 σάρωσε την υφήλιο, ο Πούτιν μπήκε σε μια απομόνωση ασυνήθιστη ακόμη και για αυταρχικούς ηγέτες που λατρεύουν μόνο τον εαυτό τους. Όποιος τον συναντούσε έπρεπε να έχει περάσει 15 ημέρες σε καραντίνα και φρουρούμενος και στη συνέχεια πρέπει να περπατήσει σε έναν διάδρομο λουσμένο με μικροβιοκτόνο υπεριώδες φως και απολυμαντικό σε μορφή ομίχλης.

Σε αυτό το διάστημα, ο αριθμός των συμμάχων και των συμβούλων που μπορούσαν να έχουν δια ζώσης επαφή με τον Πούτιν συρρικνώθηκε δραματικά σε μια χούφτα υποτακτικών και αξιόπιστων συνεργατών.

Εκτεθειμένος σε λιγότερες εναλλακτικές απόψεις και βλέποντας σπανίως τη χώρα του, ο Πούτιν φαίνεται να «έμαθε» ότι όλες οι υποψίες του ήταν σωστές και όλες οι προκαταλήψεις του δικαιολογημένες. Τότε, όλοι οι σπόροι της εισβολής στην Ουκρανία είχαν πλέον φυτευτεί.BBC, iefimerida (7.10.22)

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Der folgede Text stammt nicht von mir:

Russlands Krieg läuft schlecht. Erodiert Wladimir Putins Macht bereits deswegen? Das weiß niemand so genau, sagt Mark Galeotti, Jahrgang 1965, ist Experte für russische Sicherheitspolitik und die Ära Wladimir Putin. Der britische Historiker leitete das Zentrum für Europäische Sicherheit am Institut für Internationale Beziehungen in Prag, zuvor war Galeotti Professor für Internationale Beziehungen an der New York University. Gerade erschien sein neues Buch “Die kürzeste Geschichte Russlands” bei den Ullstein Buchverlagen.
Warum es dem Kremlchef ähnlich wie einem Mafia-Boss ergeht, erklärt der Historiker im Gespräch. Ein schneller Vorstoß gen Kiew, danach wäre die Ukraine wieder Russland untertan: So einfach hatte es sich Wladimir Putin wohl gedacht. Wie konnte sich der sonst so gewiefte russische Machthaber derart verkalkulieren? Weil er seiner eigenen Propaganda aufgesessen ist, sagt mit dem Sicherheitsexperten Mark Galeotti einer der besten Kenner Russlands.Wer könnte Putin aber später einmal ersetzen? Und welches Bedrohungspotential steht dem Kremlchef neben den russischen Atomraketen noch gegen den Westen zur Verfügung? Diese Fragen beantwortet der Historiker Galeotti im Gespräch.
t-online: Professor Galeotti, Wladimir Putin will es eigentlich den bedeutendsten Herrschergestalten Russlands gleichtun. Sind die Fußstapfen eines Peter des Großen dann aber nicht doch zu “groß”? Mark Galeotti: Eine Persönlichkeit wie Peter der Große ist Putin sicherlich nicht. Er eifert eher Iwan dem Schrecklichen nach, wenn wir historische Vergleiche ziehen wollen.
Was hat Putin aber mit einem der gefürchtetsten Herrschern Russland gemein?
Iwan der Schreckliche durchlebte eine überaus raue Kindheit, die in ihm ein tiefes Bedürfnis nach Sicherheit ausgelöst hat. Ähnliches lässt sich auch für Putins Jugendjahre im damaligen Leningrad konstatieren. Iwan IV. – wie er eigentlich genannt wird – hat dann in der ersten Hälfte seiner Regierungszeit einen überaus effektiven Beitrag zum Aufbau des russischen Staates geleistet.
Bei Festigung und Ausbau seiner Macht war Putin ebenfalls wenig zimperlich.
Richtig. Die Parallelen sind insgesamt überaus interessant: Iwan der Schreckliche legte viele der Grundlagen des modernen russischen Staates, etwa in Form eines stehenden Heeres. Putin wiederum stabilisierte Russland nach seinem Amtsantritt im Jahr 2000 und sorgte zudem für einen gewissen Wohlstand im Land. Beide Männer wandten dabei extreme Mittel an: Wir sollten zum Beispiel nicht vergessen, was Russland im Zweiten Tschetschenienkrieg unter Putin angerichtet hat.Letzten Endes wird das Kapitel Putin ebenso wie Iwan der Schreckliche kaum von der Nachwelt als positiv angesehen werden.
Wenn sich Putin 2008 nach zwei Amtszeiten als Präsident zurückgezogen hätte, wäre dies anders verlaufen. “Er war kein besonders gnädiger Mann, aber er hat seine notwendige Aufgabe erfüllt”: So hätten es dann wahrscheinlich die russischen Geschichtsbücher vermerkt. Moskau führt jetzt aber Krieg gegen die Ukraine – und Putin ruiniert sich damit selbst. Nebst allem, was er in Jahrzehnten geschaffen hat: Sei es die Lebensqualität der Menschen der Russischen Föderation, sei es das Ansehen Russlands in der Welt. Und auch die russische Armee, die mühsam aufgebaut worden ist, wird nun verheizt. Iwan dem Schrecklichen erging es ähnlich, seine Paranoia überwältigte ihn irgendwann. So hat er viele seiner positiven Errungenschaften selbst wieder zerstört.
Russlands derzeitiger Machthaber biegt sich gern historische Ereignisse zurecht. In Ihrem neuen Buch “Die kürzeste Geschichte Russlands” schreiben Sie hingegen die bemerkenswerten Worte: “Putin hätte sich nicht mit der Geschichte anlegen sollen.” Was meinen Sie damit?
Putin ist ein Amateurhistoriker der allerschlimmsten Sorte. Er kann die Geschichte so sehr verfälschen, wie er will. Eine Tatsache bleibt aber bestehen: Die Geschichte ist ein Fluss, der niemals rückwärts fließt. Die Menschen Russlands sind nicht mehr diejenigen aus den tristen, grauen 1970er Jahren. Sie wissen, was für sie in dieser Situation auf dem Spiel steht. Oder sie werden es noch erkennen.
Mark Galeotti: Der Historiker darf seit Juni nicht mehr nach Russland einreisen.
Mark Galeotti: Der Historiker darf seit Juni nicht mehr nach Russland einreisen. (Quelle: privat)
Rechnet sich Putin überhaupt noch Chancen auf einen Sieg in der Ukraine aus?
Putin wird sich derzeit eher fragen, wie er eine Niederlage vermeiden kann. Schauen wir uns doch an, welche Männer nun durch die Teilmobilisierung aktiviert werden: Das sind keine Soldaten, mit denen man eine große Offensive starten kann. Wenn diese Männer wenigstens die Stellung halten, hat Putin schon viel Glück gehabt. Falls dann noch die westliche Unterstützung für die Ukrainer schwinden sollte, wäre für ihn einiges gewonnen. Auf mehr kann Putin nicht hoffen.
Russlands zuvor gefürchtete Armee hat sich in diesem Konflikt als ziemlich marode erwiesen. Wie kam es zu dieser Fehleinschätzung?
Tatsächlich hat es in der russischen Armee vor der Attacke auf die Ukraine durchaus bemerkenswerte Reformen gegeben, allerdings keine derart einschneidenden, wie Putin es angenommen hatte. Die derzeitige Situation ist ein Ergebnis dieser irrigen Annahme.
Innerhalb der russischen Machtclique richten immer mehr Protagonisten anklagende Blicke in Richtung Sergei Schoigus.
Sergei Schoigu ist das, was man in einer westlichen Unternehmensberatung einen “Turnaround-Spezialisten” nennen würde. Seit 1994 war er zunächst Minister für Katastrophenschutz – und hat diese ziemlich desolate Institution in der Tat dazu gebracht, wieder einigermaßen zu funktionieren. Einen Erfolg, den er dann seit 2012 als Verteidigungsminister wiederholen sollte.
Genau. Das russische Verteidigungsministerium hat unter seiner Führung eben auch tatsächlich die bereits erwähnten Erfolge vorzuweisen, wenn man das so nennen will. Nehmen wir die russische Beteiligung am Bürgerkrieg in Syrien: Viele westliche Analysten hatten es Russland zunächst nicht zugetraut, diesen Konflikt derart effektiv führen zu können.
Mit dem Krieg gegen die Ukraine hat sich Russland nun aber übernommen.
Und genau das ist der Vorwurf, dem sich Schoigu stellen muss: Er hat Putin nicht daran gehindert, diesen Krieg zu beginnen. Wenn Schoigu der Verteidigungsminister wäre, den das Land braucht, hätte er Putin klipp und klar sagen müssen: Wir können diesen Krieg nicht führen. Anscheinend sind diese Worte im Kreml aber nicht gefallen. Oder sie wurden zumindest nicht erhört.
Schoigu hat mitgemacht, weil es die Natur des Systems so vorsieht. Wenn der Zar befiehlt, dann müssen alle folgen – so kann man es zusammenfassen.

Aber warum ließ Putin seine Truppen in diesem Winter angreifen? Hat er die eigene Stärke derart überschätzt und die ukrainische unterschätzt?
Putin hat anscheinend seinen eigenen Unsinn geglaubt, er dachte aller Wahrscheinlichkeit nach wirklich, dass binnen zwei Wochen in der Ukraine alles vorbei sein würde. In Kiew wäre dann eine Marionettenregierung von Putins Gnaden eingesetzt worden, Belarus ist ohnehin in vielerlei Hinsicht von Russland abhängig – in gewisser Weise hätte Putin so tatsächlich diese drei Länder wiedervereinigt.

Wladimir Putin ist mittlerweile ein alter Mann, gerade hat er seinen 70. Geburtstag begangen. Wahrscheinlich wollte sich Putin den ihm seiner Meinung nach gebührenden Platz in den Geschichtsbüchern sichern, außerdem hatte er sicherlich auch den Wahlzyklus im Blick. 2024 werden voraussichtlich in Russland Präsidentschaftswahlen abgehalten – und als Bezwinger der Ukraine hätte er sich zu diesem Zeitpunkt einen Rückzug aus dem Kreml leisten können. Einfach, weil er durch einen Sieg geradezu erhaben gewesen wäre. Aber das ist selbstverständlich spekulativ.
Nun kann sich Putin also einen Rückzug aus der Politik gar nicht mehr erlauben?
Putins Situation gleicht der eines Mafia-Bosses. In dem Moment, in dem ein solcher seine Position aufgibt, verliert er auch seine Sicherheit.
Vor allem muss Putin genau wie ein Mafia-Boss den Überblick behalten. Auch die Unterstützung des Westens für die angegriffene Ukraine hat er anscheinend unterschätzt.
Das ist richtig. Vielleicht gab es in Putin Gedankenwelt auch tatsächlich eine Befürchtung, dass die Nato irgendwann in Russland einmarschiert. Wer weiß? Putin ist kein Typ, der den Westen wirklich versteht oder weiß, wie er funktioniert.
Wir im Westen verstehen Putin allerdings auch nicht mehr. Wenn wir ihn überhaupt je richtig eingeschätzt haben.
Putin ist kein Idiot, aber er glaubt einigen Schwachsinn. So die Behauptung, dass die Ukrainer geradezu auf die “Befreiung” durch Russland gewartet hätten. Wahrscheinlich hat aber auch das Coronavirus etwas mit seiner Radikalisierung zu tun.
Weil sich Putin in dieser Zeit ziemlich isoliert hat?
Richtig. Der ohnehin schon kleine Kreis von Leuten, denen er wirklich zuhört, ist damals nochmals geschrumpft. Diese Handvoll Leute sind ebensolche Falken wie er selbst, manche sind sogar noch extremer. In der Isolation wurde Putin dann immer wütender – er hatte ja auch genug Zeit, um über das angebliche Unrecht nachzudenken, das Russland vom Westen angetan worden sei. Dann trat wahrscheinlich noch ein zweiter Effekt ein: Putin wurde die eigene Sterblichkeit bewusst. Entsprechend handelte er dann im Glauben, dass ihm die Zeit knapp würde.
Läuft Putins Zeit nun aber befeuert durch die Fehlschläge in der Ukraine tatsächlich allmählich ab?
Das ist eine gute Frage. Putin ist jedenfalls nicht der direkte Adressat der Kritik, die nun lauter und lauter wird. Rechte Kommentatoren behaupten im Fernsehen und im Internet, dass die Leute um Putin Verräter gewesen seien – und ihr Rat entsprechend schlecht. Putin war auch in der Tat schlecht beraten, aber in etwas anderer Hinsicht. Er lebt wie so viele Autokraten in einer Echokammer: Keiner traut sich, ihm die Wahrheit zu sagen. Sonst wäre es auch nur schwer verständlich, dass Putin anscheinend wirklich nur von ein paar Tagen “Spezialoperation” gegen die Ukraine ausging, um das Land zu bezwingen. Russland verfügt über sehr gute Analytiker, etwa im Geheimdienst. Nur ist keiner von diesen Leuten in der Lage, Putin mit der Realität zu konfrontieren.
Wladimir Putin gibt Nikolai Patruschew die Hand (Archivbild): Der Sicherheitsberater ist ein Hardliner.
Bei der derzeitigen Lage werden Putin und Russland aber doch in absehbarer Zeit einen weiteren Zusammenprall mit der Wirklichkeit erleben.
Selbstverständlich. Ich persönlich darf seit dem vergangenen Juni nicht mehr nach Russland einreisen, aber die Erkenntnisse, die ich früher dort gewonnen habe, sind sehr aufschlussreich. Putin selbst konzentriert sich auf den von ihm selbst zum Existenzkampf erklärten Konflikt mit dem Westen. Das sehen manche anders. Ein pensionierter Armeeoffizier erzählte mir seine Sichtweise auf die Weltlage: In 20 Jahren müsse Russland ein Verbündeter des Westens sein, sonst würde das Land als Vasall Chinas enden.
Manche Experten sehen Russland bereits nahezu in dieser Position.
Für Putin spielt das alles keine Rolle, er braucht China im Augenblick. In Russland gibt es eine extrem unterschiedliche Sichtweise zwischen den Generationen. Die einflussreichen Männer um Putin sind alle zwischen 68 und 74 Jahre alt, von Schoigu abgesehen. Sie alle wurden sowjetisch sozialisiert, viele von ihnen waren beim KGB. Und haben eine Erfahrung gemacht: Kaum hatten sie es in die Elite geschafft, brach die Sowjetunion zusammen. Das löste eine Wut aus, deren Folgen wir heute erleben.
Wie sehen denn die nachkommenden “Jüngeren”, wenn man sie so nennen will, die Lage?
Die “Jungen” sind ebenfalls gesetzten Alters, aber ohne diese Ressentiments. Diese Leute sind alles andere als sympathisch, aber sie trauern nicht wie Putin & Co. der früheren Bedeutung der Sowjetunion als Supermacht hinterher. Das sind rücksichtslose Kleptokraten, aber eben mit einem Sinn für Pragmatismus. Für Russland selbst sind auch diese Leute schlecht, aber dem Westen bietet sich hier zumindest eine Chance: Wir haben es ja überall auf der Welt mit rücksichtslosen, pragmatischen Kleptokraten zu tun – und eine entsprechende Erfahrung.
Vom moralischen Standpunkt wären Deals mit diesen Leuten auch problematisch.
Das ist vollkommen richtig. Die Leute aus Putins innerem Kreis sind aber unheimlich: Nikolai Patruschew, der nationale Sicherheitsberater, glaubt wirklich, dass es gerade um einen Kampf um das Überleben Russlands als unabhängige Nation gehe. Das macht es so gefährlich. Die “Jüngeren”, die noch nicht ganz oben in der Elite angekommen sind, wollen hingegen zurück zu den “guten, alten Zeiten”, in denen man sich ungestört bereichern, die Jacht in Italien ankern lassen und die Kinder auf gute amerikanische Universitäten schicken konnte.
Könnte von diesen Leuten ab einem bestimmten Punkt der Impuls zu einem Regimewechsel ausgehen? Immerhin schaden die westlichen Sanktionen Russlands Reichen.
Jedem einzelnen russischen Oligarchen ist eine Tatsache überaus bewusst: Er ist reich, weil Putin es ihm erlaubt hat. Zudem sind die russischen Oligarchen seit Beginn der westlichen Strafmaßnahmen umso abhängiger von den Staatsgeldern. Dass ist eine problematische Auswirkung von Sanktionen – durch sie werden Eliten dazu gebracht, dem Regime gegenüber noch loyaler zu sein.
In Russland kommt es immer wieder zu Todesfällen innerhalb der reichen Oberschicht. Was steckt dahinter?
Oft wird gemutmaßt, dass der Kreml bei diesen Fällen seine Finger im Spiel gehabt hätte. Ich persönlich habe Zweifel. Wenn sich die Betreffenden in Russland aufhalten, kann der Kreml sie einfach verhaften lassen und muss keine Suizide oder dergleichen inszenieren. Nein, meine Erklärung ist eine andere: Wir beobachten einen Prozess, der auch schon zu früheren Zeiten auftrat. Allmählich wächst das Chaos in Russland, die Kämpfe um Ressourcen werden schärfer. Manche Menschen müssen zusehen, wie sie alles verlieren, was sie zuvor aufgebaut haben. Und natürlich dürfen wir auch nicht vergessen, dass Mord in Krisenzeiten für manche Leute in Russland eine akzeptierte “Geschäftsmethode” ist.
Gesetzt den Fall, dass sich die Lage in Russland zuspitzen sollte. Welches Szenario wäre denkbar für eine Nachfolge Putins?
Niemand könnte Putin so einfach ersetzen. Er hat sein System in mehr als zwei Jahrzehnten aufgebaut, es gibt keine Person, die eine ähnliche Autorität besitzt. Wenn Putin stirbt oder tatsächlich von der Macht vertrieben werden sollte, wird es wahrscheinlich zu einer Art Feilschen zwischen den wichtigsten Interessengruppen kommen. Das könnte bedeuten, dass ein zukünftiger russischer Präsident gar kein sonderlich starker, mächtiger Führer sein wird, sondern eher eine Art Vorstandsvorsitzender. Ein Mann, der Konsens innerhalb der Mächtigen Russlands herstellt. Es kann jemand sein, den wir schon kennen – oder auch ein bislang Unbekannter.
Nun warnen manche Experten davor, dass Putins Nachfolger noch radikaler sein könnte.
Es fällt schwer, mir einen möglichen Nachfolger Putins vorzustellen, der noch kompromissloser wäre als er. Gut, es gibt Hardliner wie den erwähnten Patruschew, aber diese Wahl halte ich für unwahrscheinlich. Ich vermute eher, dass es in der Zukunft eine Machtverschiebung hin zu jüngeren Politikern geben wird, die sich mehr als Technokraten und Pragmatiker verstehen.
Bis dahin werden wir aber mit Putin zurechtkommen müssen. Einem Putin, der immer wieder mit den russischen Atomwaffen droht. Müssen wir uns fürchten?
Je öfter Putin von Atomwaffen spricht, desto unwahrscheinlicher wird ihr Einsatz. Wer weiß, wie viele davon überhaupt noch einsatzbereit sind. Die Gefahr könnte an anderer Stelle lauern.
Bei unserer Infrastruktur?
Genau. Nehmen wir die Anschläge auf die Gasleitungen von Nord Stream: Möglicherweise wollte uns Putin demonstrieren, dass der Kreml noch ganz andere Mittel der Eskalation zur Verfügung hat, bevor er zu Nuklearwaffen greifen muss. Die Infrastruktur im Westen ist sehr verletzlich. Putin weiß genau, wie er Schrecken verbreiten kann – wir sollten ihn nicht unterschätzen. Quelle: t-online, Nachrichten für Deutschland, 14.10.22)

 

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Demokratie, Autoritäre und Totalitäre Herrschaftsformen

Demokratie, Unterschied zu der autoritären und zu der totalitären Herrschaftsform
Fundamente der Demokratie: Individuum mit seiner Autonomie (Willens –und Entscheidungsfreiheit); Staatsbürger (citoyen): Anerkennung von Rechten und Pflichten und des Wechselverhältnisses von Freiheit und Verantwortung; Rechtsgleichheit aller Bürger, grundlegende Freiheiten und Individualmenschenrechte, Rechtsstaatlichkeit (Herrschaft des Rechts, Gewaltenteilung); Parlamentarismus und Partizipationsrechte (aktives und passives Wahlrecht). Nach dem Zweiten Weltkrieg ist die Demokratie durch die soziale Komponente erweitert worden.
Die Verwirklichung der Demokratie ist stark abhängig von der Tradition eines Volkes. Es werden daher qualitative Unterschiede konstatiert. Als besonders demokratisch gilt die Schweiz, gefolgt von den skandinavischen Ländern, während einige Länder auf dem Balkan und in Latein – Amerika eher als Karikaturen der Demokratie bezeichnet werden könnten.
Heute existieren in der Welt demokratische, autoritäre (z.B. Russland, Zentral-asiatische Staaten teilweise auch die Türkei) und totalitäre (z.B. Nord-Korea, China, Iran, und etliche arabische Staaten) Formen der Herrschaftsausübung.
Grundsätzliches: a)Nur in den Utopien gibt es eine absolute Demokratie, die natürlich relativ ist. b) Aber die Demokratie ist bei allen vorhandenen Mängeln viel besser als die autoritäre oder die totalitäre Herrschaftsausübung (in Anlehnung an Aristoteles „Politika“ sinngemäß: Ich weiß schon , dass die Demokratie auch Mängeln aufzuweisen hat, aber letzten Endes ist sie besser als die Aristokratie und die Ochlokratie: Pöbelherrschaft). Zeit (10.2.22)